Wildkräuter unserer Natur: Die Brunnenkresse

Lebensraum

Die Brunnenkresse wächst an und in klaren, sauberen und fließenden Gewässern, dort wo es halbschattig ist. Man findet sie vorwiegend an Bachläufen, an Quellen, an Teichen und Seen oder in Gräben.

In Gärten wird sie teilweise als Teichpflanze kultiviert.

Merkmale

Die Brunnenkresse ist eine mehrjährige Sumpf- und Wasserpflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 10-80 cm erreicht.

Ihre Blätter sind tief grün und sie bestehen aus 1-4 Blattpaaren mit einem größeren Endblatt. Die Blätter sind glatt, glänzend und dicklich und am Rand sind sie leicht gebuchtet.

Der Stängel der Pflanze ist hohl. Sie hat kriechende Wurzeln, die sich teppichartig ausbreiten.

Die Brunnenkresse blüht von Mai bis September und hat kleine weiße Blüten, die in kleinen Büscheln am Stängel wachsen. Die Blüten sind in etwa 0,5 cm groß. Der in den Blüten enthaltende Nektar ist für Bienen und Falter erreichbar. Bei schlechtem Wetter kann sich die Pflanze auch selbst bestäuben.

Die Samen der Pflanze bilden sich in länglichen Schoten und sie sind zweireihig in der Frucht angeordnet.

Die Brunnenkresse kann mit dem Schaumkraut verwechselt werden. Aber es besteht keinerlei Gefahr, da auch diese Pflanze ein köstliches Wildkraut ist.

Verwendung

Man findet die Pflanze fast das ganze Jahr über. Verwenden kann man das ganze Kraut: die Blätter, Triebe, Blüten und Blütenknospen und auch die Samen.

Die Brunnenkresse schmeckt sehr kresseartig scharf und leicht bitter, ähnlich wie Rucola. Sie eignet sich sehr gut pur gegessen oder als Salatgewürz. Auch in Suppen, Saucen, Aufstrichen oder Kräuterquark findet sie Verwendung.

Aufgrund der ziemlich starken Schärfe sollte man diese Pflanze ehr sparsam verwenden.

Wirkung

Die Brunnenkresse wirkt appetitanregend, belebend, blutreinigend, antibakteriell und schleimlösend.

Sie hilft hervorragend bei Frühjahrsmüdigkeit, behebt Vitaminmangel, stärkt das Immunsystem und wirkt gut auf den gesamten Stoffwechsel.

Sie wirkt auch besonders bei Verdauungsproblemen, bei Beschwerden mit der Gallenblase, bei Atemwegsbeschwerden und bei Hautproblemen. Sie stärkt Magen, Nieren und Leber.

Wenn man die Blätter zerdrückt und auf Wunden auflegt, kann dies vor Infektionen schützen.

Die Pflanze soll auch krebshemmend wirken.

Besondere Inhaltsstoffe

Die Brunnenkresse enthält sehr viel Vitamin C, Vitamin A, E und B, Eisen, Kalzium, Jod und Senfölglycoside.


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